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Intro

Was wäre, wenn wir uns unsere Familie aussuchen könnten?

Was wäre, wenn wir uns unsere Liebe aussuchen könnten?

Was wäre, wenn wir uns gar unser Leben aussuchen könnten?

Wenn wir die Wahl hätten, zwischen einem rundum perfekten Leben ohne Überraschungen,  und einem Leben wo man sich alles selbst erkämpfen muss, wo einem ständig Steine in einen Weg gelegt werden, den man alleine, ohne Hilfe und blind bestreiten muss?

Perfektion oder Spannung?

Und schließlich die Fragen aller Fragen:

Gibt es tatsächlich einen Menschen auf der Welt, der bedingungslos glücklich ist?

Ohne jeden auch noch so gut versteckten Schatten des Zweifels auf der Seele?

Einen Menschen, dessen Seele nicht düstere Verlangen beherbergt,  Geheimnisse, so dunkel dass man sogar selber alles dafür tut, um sie so tief wie möglich in der eigenen Psyche zu vergraben dass sie nach Möglichkeit nie wieder zu Tage kommen?

Ich glaube nicht.

Der Mensch als solcher ist dazu verdammt, immer das zu wollen, was er gerade nicht hat. Sollte er es durch irgendeinen Zufall doch kriegen, wird es sich nicht lange damit zufrieden geben. Es liegt einfach nicht in seiner Natur. Mag sein, dass gerade das uns zum herausragendsten Geschöpf in der Geschichte der Erde gemacht hat. Doch ist nicht gerade das der Grund, warum wir unsere Wege alleine gehen? Sosehr wir auch meinen, ein Mensch begleite uns? Wer weiß, vielleicht reden wir es uns ja auch ein, wie immer darauf beharrt die Augen vor der bitteren Wahrheit zu verschließen.

Oh, und solche Geheimnisse haben die Angewohnheit, immer dann zu Tage zu kommen, wenn man es am wenigsten erwartet. Immer dann, wenn man meint das alles perfekt läuft. Wenn man meint, diese Geheimnisse habe man überwunden.

Es ist so, als wäre man in einem dunklen Haus. Man weiß, dass in der Dunkelheit irgendetwas unbekanntes  lauert, was nur darauf wartet, einen am Genick zu packen und.. Ihr wisst schon was. Ihr lauft durchs ganze Haus, in der Hoffnung, dem Ding zu entkommen.. Ihr seht plötzlich Licht unter einer Tür hindurchschimmern. Ihr seid unendlich Froh, endlich wieder Licht in dieser unglaublichen Dunkelheit!  So schnell wie möglich stosst ihr die Tür auf, sperrt euch ein. Genießt das plötzliche Licht, was von einer kleine Lampe an der Wand gespendet wird. Ihr sonnt euch darin. Langsam aber sicher werdet ihr wieder unbeschwert. Heiter. Und genau dies lässt euch unvorsichtig werden. Ihr nehmt an, das Ding im Haus seie verschwunden. Ganz klar, ihr seid ja schon lange da drin. Und überhaupt, was soll euch das Wesen überhaupt antun? Vielleicht nehmt ihr sogar vorsichtshalber das Licht mit. Dann kann euch ja schließlich nichts mehr passieren.. Wesen der Nacht scheuen das Licht.. Oder?

Ihr reißt die Tür auf. Tretet heraus. Warten eine Minute. Zwei. Drei. Langsam werdet ihr euphorisch, kommt euch vor wie Könige. Ihr habt das Monster besiegt. Bis ihr schließlich hinter euch ein Knarren hört. Leise. Ganz leise.

Dreht euch um.. Und das wars dann mit euch. Was hat euch das Licht gebracht? Nichts. Oder? Eine letzte Erkenntnis brachte es euch.

Das Monster das ihr so gefürchtet habt, hatte euer Gesicht. Nein, schlimmer noch, es seid ihr.

Ihr und niemand anderes.

Ja, und so ist es mit den Geheimnissen. Nicht den scheiß, den man in der Kirche beichtet. Nicht was zu wann mit wem gemacht hast. Nicht deine Lügen. Nicht deine Sünden. Noch nicht mal deine Taten.

Nein. Sondern nichts anderes als die geheimsten Sehnsüchte, Wünsche und Gefühle. Das, woran ihr euch aller höchsten euren tiefsten Träumen erinnert. Das, was aber trotzdem ständig präsent ist. All jenes, was wir so zu unterdrücken versuchen, in unserer ach so offenen Gesellschaft.

Oh, nicht dass ich nicht dafür wäre, dass einige Geheimnisse besser im Dunklen bleiben sollte.

Schließlich wäre es ja wirklich erschreckend, wenn man sieht, dass das Monster sein eigenes Gesicht hat.

Nein, darum geht es mir nicht. Sollen die Geheimnisse bleiben wo sie sind.

Noch.

Denn, ans Licht kommen sie immer.

Und wenn sie dein ganzen Leben hinter der Tür lauern, die du so gut gesichert hast.

Sie können dir schmeicheln, dir alles einreden was sie wollen, sodass du sie freiwillig rauslässt.

Oder aber sie brechen die Tür auf, während du nicht hinguckst.

Ganz egal, raus kommen sie so oder so.

In diesem Online-Tagebuch werde ich die Chance nutzen, anonym über meine Sehnsüchte, Gefühle und Erfahrungen sprechen, um so gegen mein persönliches Monster zu kämpfen. Oh, ich werde nicht gewinnen. Aber ich verschiebe den Zeitpunkt meiner Niederlage nach hinten.

Nehmt es mir nicht übel, einige Angaben werden wohl der Anonymitätshalber gelogen sein. Andere wiederum war.

Es liegt an euch, zu entscheiden, was ihr glaubt und was nicht.

Doch vorsicht, der Schein kann auch trügen.

30.11.06 21:47
 


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